1SV3
Kloster offen? Oh, seht mich nicht so kalt an. WennIhr nur in meinem Herzen lesen könntet. Und oh! ich fühleso fest die Ueberzengung in mir, daß Ihr es bereuen werdet— daß dieser Mann nicht ist, für was Ihr ihn haltet. Ichargwöhne sogar, daß er fortwährend im Geheim eine treu-lose Stolle gespielt hat."
„Ha!" unterbrach fle Niccabocca, „hat Dich vielleichtHarley mit dieser Einbildung angesteckt?"
„Nein — nein. Aber ist nicht Harleh — ist nicht LordL'Gstrange ei» Mann, dessen Ansicht zu achten Ihr alle Ur-sache habt? Und wenn er ein Mißtrauen in Mr. Lesliesetzt —"
„So soll er sein Mißtrauen durch Beweise bekräftigen,die mich meines Wortes entbinden, und ich werde dann ebensoerfreut seyn wie Du. Ich habe ihm dies gesagt und ihn ans-gefordert, seinem Argwohn eine greifbare Grundlage zu ge-ben — aber er weicht aus. Er kann nichts gegen ihn be-weisen," fügte Riccabocca kleinlaut bei, „denn Randalhat bereits Alles auf's befriedigendste aufgeklärt, was Har-le!) verdächtig schien. Molante, mein Name und meineEhre sind in Deinen Händen. Tritt sie mit Fußen, wennDu willst; ich kann Dich nicht zwingen und eben so wenig michzum Flehen herablassen. Koblesse oblixs — mit DeinerGeburt hast Du auch ihre Pflichten auf Dich genommen.Mögen sie entscheiden, was mehr gelten soll, Deine thörichteLaune oder Deines Vaters feierliche Vorstellung."
Mit einer Strenge, von der das Vaterherz nichts wußte.