nicht selten begegnet, sich zu der intellektuellen Tiefe feinerZuhörerschaft herablassen zu wollen, so lachte man über dieausgesuchte Einfältigkeit. Für einen Volkshaufen kann Nie-mand zu gut sprechen, wie für die Bühne Niemand zu gutschreiben kann; aber in beiden Fällen bedarf es keiner rheto-rischen Schnörkel, und namentlich muß man nicht die dürrenKnochen des Raisonnemcnts in lange Perioden schachteln.Ein Vvlksredner soll die Gefühle oder den Humor seinerZuhörer ansprechen; sein Auge muß leuchten von edlem Sinnoder das Spiel seiner Lippen das einer lebhaften Phantasieoder eines witzigen Geistes begleiten. Randals Stimmewar zwar schmiegsam und überredend in der Privatunterhal-tung, nahm sich aber dünn und dürftig aus, wenn sie dasOhr einer zahlreichen Versammlung fesseln sollte. Die Falsch-heit seines Wesens schien an's Licht zu treten, wenn er dieTöne steigerte, die er auf Täuschung eingeübt hatte. Män-ner wie Randal können scharf in der Debatte und bewunde-rungswürdige Specialplaideure werden, sind aber für deneigentlichen Redner eben so verdorben, wie für den Dichter.Eine gebildete Zuhörerschaft wird für sie zu einem wesent-lichen Erforderniß, und je kleiner sie ist — das heißt, je mehrder Verstand über die Regungen des Herzens vorwaltet —desto besser können sie sprechen.
Dick Avenel war meist sehr kurz und körnig derb inseinen Ansprachen, und sie drehten sich um zwei oder dreiLieblingsmomente, die er jedesmal vorbrachte. Er gehörteals Bürger dem Bezirk an, war ein Mann, der seinen Weggemacht hatte im Leben, wollte seinen Geburtsort von den