1888
Madame di Negra Anlaß gegeben haben mag. Da wiraber von den Wahlen sprechen — hier ist eine Liste vonStimmberechtigten, die Ihr »»verweilt in Fishlane anfsnchenmüßt. Verliert keinen Augenblick."
Richard Avenel und Leonard hatten ihr Hauptquartierin dem Gasthof aufgeschlagen, in welchem stets die Can-didatcn der Gelben Herberge zu nehmen pflegten, und dieBewerbung wurde von dieser Seite aus mit dem vollen Nach-druck verfolgt, welcher von Operationen zu erwarten stand,die von Richard Avenel geleitet und durch die Meinungendes großen Haufens unterstützt wurden.
Die wetteifernden Parteien begegnete» sich gelegentlichauf den Straßen und Feldwegen in dem vollen Pomp desKriegs — mit flatternden Fahnen und klingendem Spiel,;denn Musikbanden und Festbanner waren in jenen guten altenTagen die wesentlichen Beweise des öffentlichen Geistes undunerläßliche Posten auf der Rechnung des Wahlcandidaten.Bei solchem Zusammentreffen wurden sehr steife Verbeugun-gen unter den betreffenden Führern gewechselt. Aber Ran-dal, der es stets einzuleiten wußte, daß er ganz nah an Ave-nel vorbeikam, hatte jedesmal die Befriedigung, zu bemer-ken, daß sich das Gesicht dieses Gentleman zu einem schlauenBlinzeln verzog, als wollte er sagen: „Alles in Nichtigkeit,trotz dieser »erweiterten Windbeutelei."
Da aber jetzt beide Parteien offen ins Feld gerücktwaren, so traten zu den geheimen Künsten des Werbers dieoffenen des- Rednertalents. Die Candidaten mußten an demSchluß eines jeden Werbetags aus hölzernen Käfichten her-