1851
von aller Täuschung, behalte mir aber das Urtheil vor, dasich über ihn zu fälle» habe. Bis ich also mein Jawort zudieser Bewerbung ertheilt habe — ich fordere von Euch dasVersprechen — werdet Ihr in keiner Weise die Ablehnungzurücknehmen, die Ihr, wenn ich Euch recht verstehe, daraufgegeben habt?"
„Ich verspreche es."
„Und wenn ich Euch sage: — 'Helen dieser Mann istEurer nicht würdig' —
„Oh, nein — nein! Sprecht nicht so — ich könnteEuch nicht glauben."
Harley's Blick verdüsterte sich; aber er fuhr ruhig fort:
„Wenn ich also sage — 'fragt mich nicht nach dem Wa-rum; aber ich verbiete Euch, die Gattin Leonard Faiifieldszu werden' — was würdet Ihr mir darauf antworten?"
„Ach, mein Lord, wenn Ihr ihn nur trösten könnt, somögt Ihr mit mir anfangen, was Ihr wollt; aber befehltmir nicht, daß ich ihm das Herz breche."
„O einfältiges Kind," rief Harley mit verächtlichemLachen, „iiBdem Geschlecht, aus welchem dieser Mann ent-sprang, findet man keine Herzen. Aber ich nehme Euer Ver-sprechen an auch unter der leichtgläubigen Bedingung, dieIhr daran knüpft. Helen, ich bemitleide Euch. Bin ichdoch, trotz meines alten Bartes, eben so schwach gewesen,wie Ihr. Wir erleben vielleicht noch die Zeit, daß wir Beideüber die Thorhciten lachen, über welche Ihr jetzt weint.Ich kann Euch keinen anderen Trost geben, denn ich habeselbst keine» bessern."