1830
weit größerer Wichtigkeit, als ich glaubte. Aber Du kennstseine Geheimnisse. Warum bist Du nie über den Standseiner Angelegenheiten frei gegen mich herausgegangcn?"
„Ucber den Stand seiner Angelegenheiten? Wallt Ihrdamit sagen, daß er ernstlich verstrickt sey? Dies interesstrtmich sehr. Ich bitte, sprecht — was wißt Ihr?"
„Er hat den größten Theil seines Haushalis entlassen.An sich ist dies wohl durch seinen Austritt ans dem öffent-lichen Dienst erklärlich; aber es gibt doch den Leuten zureden. Auch munkelt man davon, daß nicht nur seine Guterfür weit mehr als ihren Werth verpfändet seyen, sonderndaß er seinen Unterhalt bloß noch in DiSkvntirnng seinerWechsel finde. Mit einem Wort, er ist zu vertrant mit einemManne gewesen, den wir Alle vom Sehen kennen — miteinem Mann, der in London mit de» schönsten Pferden fährtund, wie man mir sagt (obschon ich dies kaum glaubenkann), ganz familiär in der Gesellschaft der jungen Lastensich nmtreibt, die er zu ihrem Verderben an sich zieht. Wieist doch der Name dieses Menschen? Levy, wenn ich nichtirre — ja, Levy."
„Ich habe den Mann bei ihm gesehen," versetzte Harlcy,und ein Blitz boshafter Freude zuckte in stinem Falkenaugeauf. „Levy — Levy — cs ist gut."
„Ich habe mir in den Clnben davon klatschen hören,"nahm der Graf wieder auf; „aber man sagt, Lery machekein Geheimnis; ans seiner Macht über unser» ausgezeichnetenFreund und rechne cs sich sogar gegen unsere Partei oderüberhaupt gegen Jedermann, da Egcrton i» allen Parteien