Druckschrift 
12/17 (1853)
Entstehung
Seite
1791
Einzelbild herunterladen
 

erringe den Sovgen unterwerfen, welche Nach der Versiche-rung der Dichter unabweislich dem Reichthum ankleben."

Oh !" ächzte Randal, als fühle er sich bereits erdrücktvon dieser Sorgenlast und theile er vollkommen die Ansichtder Dichter.

Die Vermählung braucht übrigens nicht stattzufinden,eh' mein Sohn geboren ist, und dann ist auch der letzte Vor-wand gefalle», der dazu benützt werden-könnte, meine freieVerfügung über die Hand meiner Tochter zu beschränken.Doch erlaubt mir jetzt, Euch Eurer Verlobten vorzustellen."

Der arme Randal war im Lauf der letzten drei Minutenerbarmenlos fortgerissen worden in der Tonleiter der Ge-fühle, wie es Schiller nennt hinab bis zu der tiefstenSaite der Verzweiflung bei der plötzlichen Kunde, daß seineVerlobte nichts weniger als eine Erbin sey, dann steigendzu den Bedungen angenehmer Zweifel über den ungebornenNsurpator seiner Rechte, trotz den Prophezeiungen der gene-tischen Wissenschaft, und endlich zu einem vollen Aecordaller süßen Gedanken anschwelleno bei der Versicherung,daß sie, was da auch kommen mochte, eine reichere Brautsehn würde als irgend eine, welche ein Peers-Sohn in demehstandlichen Pvkosi von Lombardstreet ausfinden konnte.Gleichwohl wurde dem gequälten Liebhaber jetzt »och nichtgestattet, seine erschöpfte, obschon in Entzücken schwelgendeSeele zur Ruhe kvmmen zu lasse»; denn der Gedanke anein persönliches Zusammentreffen mit der ihm bestimmtenBraut, deren leibliches Dasehn in dem sie umgebenden gött-lichen Goldregen dem Auge seines Geistes ganz entrückt