1760
gut bekannt ist, in aller Ruhe so viel wie möglich zn crkuneden, jedenfalls aber, da ich in meiner Hast dies zu besorgenverabsäumt hatte, über den Namen und das Acußere deSMannes Auskunft zu erhalten suchen, der mit ihr amMorgen ansgcfahren war. Ich überließ ihm dabei, nachGutdünken von tun eüigeholien Winken, die unsere Nach-forschungen unterstütze» konnten, Gebrauch zn machen. Esgelang Leonard blos, eine Schilderung des Kutschers heraus-zulocken, in welchem er einen gewissen Beppo erkannte, wel-chem die Marchesa öfters in seiner Anwesenheit Aufträgeertheilt hatte. Niemand konnte ihm sagen, wo Madame diNegra, wenn sie nicht bei dem Grafen wäre, aufzufindenseki» dürste, und Leonard begab sich deßhalb zuvörderst nachPeschiera's Hotel. Beppo war den ganzen Tag nicht dortgewesen. Während unser junger Freund noch mit sich zuRathe ging, was er zunächst beginnen sollte, wurde er Euresbeabsichtigten Schwiegersohnes gewahr, der auf der anderenSeite der Straße dahinschlich. Eine von jenen lichtvollen,ans innerer Ahnung quellenden Muthmaßungen, die euchPhilosophen nie zur Last fallen, hatte von Anfang Leonardauf den Glauben geleitet, daß Randal Lcslie bei dieser Spitz-bubengeschichte die Ha.nd im Spiel habe."
„Ha! Er?" rief Riccaboeca. „Unmöglich! Was hätteer davon? Zu welchem Ende?"
„Ich bin da überfragt, und auch Leonard könnte Euchkeine Antwort darauf geben. Genug, daß wir Beide dieseVcrmnthnng theilten. Um es kurz zn machen — Leonardnahm sich vor, Randal Lcslie zu folgen nnd alle seine Be-