Druckschrift 
12/17 (1853)
Entstehung
Seite
1751
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ob er ihr folgen wollte, blieb aber dann stehen und harrte mitzweifelnder und umwölkter Miene des Weiteren. HarleysLächeln war verschwunden; auch sein Auge verwandte keinenBlick von der Marchesa.

Nur wenige Worte wurden von Beatrice gesprochen undLeonards Antwort schien sich in einen einzigen Satz zusam-menzudrängen. Dann streckte die Dame ihre Hand aus,über welche sich der junge Dichter niederbeugte, um sie schwei-gend zu küssen. Sie zögerte noch einen Augenblick, undsogar beim matten Schimmer der Sterne bemerkte Harleydie Glut, welche ihr Antlitz überflog. Die Nöthe verschwand,als Beatrice zu Frank zurückkehrte. Lord L'Estrange wolltesich zurückziehen; aber sie winkte ihm, zu bleiben.

Mein Lord," sagte sie mit fester Stimme,ich kannEure Härte gegen meinen sündigen, unglücklichen Brudernicht verdammen. Sein Vergehen hätte vielleicht eine schwe-rere Züchtigung verdient, als die ist, welche ihr in necki-schem Hohn ihm zu Theil werden laßt. Was aber auchseine Strafe seyn mag, Verachtung jetzt oder Armuth spä-ter ich fühle, daß die Schwester an seine Seite gehört,um sie zu theilen. Ich bin nicht unschuldig, wenn er schuldigist, und ob er auch ein gescheitertes Schiff scy, so bleibt mirdoch nichts auf diesem dunklen Meere des Lebens, als michan ihn anzuklammern. Stille, mein Lord ich werdediese Dacht nicht verlassen und stelle nur noch die Bitte anEuch, daß Ihr Euren Leuten Befehl gebt, meinen Brudermit Achtung zu behandeln, da eine Frau an seiner Seiteseyn wird,"