1747
geführt worden, die nur wenige von den anwesenden Ita-lienern, und auch diese blos unvollkommen, verstanden. Aberbei dem Namen, mit welchem Harley seine Anrede an denGrafen schloß, erscholl aus Aller Mund ein gleichzeitigerZuruf:
„Alphonsv, der Gute! — Alphonso, der Gute! Viva
— viva — der gute Herzog von Serrano!"
Und selbst den Grafen vergessend, drängten sie sich umdie hohe Gestalt Riecabocca's, mit einander wetteifernd, werihm zuerst die Hand oder auch nur^dcn Saum seines Kleidesküssen könnte.
Ntccabocca gingen die Augen über. Der hagere Flücht-ling schien in einen ganz anderen, in einen königlichen Mannumgewandelt zu sehn. Eine unaussprechliche Würde umgabihn. Er streckte seine Arme aus, als wollte er seine Lands-leute segnen. Sogar der rohe Zuruf von einfachen Män-nern, Verbannten, wie er selbst, tröstete ihn für die langenJahre des Erils und der Armuth.
„Danke, danke, danke," sagte er. „Balo kömmt viel-leicht die Zeit, die uns insgesammt nach dem thenren Vater-lande zurückführt!"
Der österreichische Fürst neigte das Haupt, als wolleer Ja und Amen zu dieser Prophezeiung sagen.
„Giulio Franzini," fuhr der Herzog von Serrano fort
— denn so müssen wir jetzt den fadenscheinigen Einsiedlervon dem Casino nennen — „wenn die Vorsehung Euch ge-stattet hätte, diesen letzten Schurkenstreich zur Ausführungzu bringe», glaubt Ihr, daß Ihr auf Erden eine Stelle ge-llst»