1743
blitzten. Ihm zur Rechten befand sich der österreichische Fürst,und ans seiner linken Seite stand, einen Mantel nnd eineFülle schwarzer Locken zn den Füßen, mit verschlungenenArmen Lord L'Estrange, dessen Lippen sich zu einem Lächelnverzogen, in welchem der angeborene ironische Humor durcheine ruhige erhabene Verachtung gemildert war. Der Grafversuchte zn sprechen ; aber die Stimme versagte ihm. Allesum ihn her sah unheilverkündend nnd feindselig aus. Ererblickte viele italienische Gesichter, aber ihre Blicke ruhtenmit dem Grolle rachsüchtigen Haffes auf ihm. Im Hinter-grund befanden sich englische Matrosen, welche neugierigund mit einem breiten Grinsen in ihren offenen Gesichternüber die Schultern der Fremdlinge schauten. Während derGraf verwirrt, scheu nnd betrübt dastand, brach plötzlichaus dem Mund sämmtlicher anwesender Italiener ein Sturmunaussprechlicher Verachtung gegen ihn los, und von allenSeiten erscholl der Nnf! „II trnäilore! il trnältore!" —(Der Verräther! Der Verrälher!)
Der Graf war kein Feigling und erhob bei diesem Ge-schrei das Haupt mit einer gewissen Majestät.
In diesem Augenblick gebot Harleh mit einer Hand-bewegnng Schweigen und.trat ans der Gruppe hervor, dieihn bisher umgeben hatte; der Graf, welcher dies bemerkte,näherte sich ihm mit kühnem Schritt.
„Was ist dies für ein Schallstreich?" rief er heftig infranzösischer Sprache. „Ich ahne, daß Ihr es seyd, vondem ich eine Erklärung und Genugthuung verlangen kann."
„I'nräien, Monsieur le vomte," entgegnet? Harley in