1733
seines Herzens, wenn es gilt, einen Teufel zu überlistenund einen Engel zu retten!"
Achtes Kapitel.
Ein trübes Zwielicht herrschte in dem Zimmer, nachwelchem Beatriee Violante geführt hatte. Mit der Mar-chesa war eine große Veränderung vorgegangen. Demüthigund thränenroil kniete sie an Vivlante's Seite, verhüllteihr Gesicht und stehle um Verzeihung. Und Violante suchtesie zu beschwichtigen und ve>sicherte sie in sanften Wortenihrer Vergebung, obschon sie kaum den Schrecken zu bannenvermochte, für welchen, wie sie jetzt sah, mehr Grund vor-handen war, als von dem muthigsten Frauenher zmit Stand-haftigkeit ertragen werden konnte.
Aus wenigen ungestümen Fragen, welche endlich dieAntworten erzwangen, welche allen Zweifel beseitigten, hatteBeatriee die Nebcrzengung gewonnen, daß ihre Eifersuchtgrundlos und Violante keine Nebenbuhlerin war. Von die-sem Augenblick an verschwanden plötzlich tie Leidenschaften,welche sie zu einem Werkzeug der Schuld gemacht hatten,und ihr Gewissen erschrack vor der Größe ihres Derralhs.Wäre Viola,ite'S Herz ganz frei gewesen oder hätte sie dengewöhnlichen Mädchcncharaktcr besessen, den Frauen wieBeatriee zu vcrachteif pflegen, so würde vielleicht die L'ebezu den, Bruder oder die Furcht vor ihm die Marchcsa veran-laßt haben, ihre Ueberredungsknust in so weit an ihrer jun-