Druckschrift 
12/17 (1853)
Entstehung
Seite
1694
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wie weit der Graf den Eindruck, welchen er auf sie ge-macht zu haben wähnt, überschätzt hat, Ihr könnt mirauch an Lady Lansmere einen Brief nütgeben, in welchemIhr dis Gräfin ersucht, sie möchte Eure Tochter abhalten,hieher zu kommen. Oh, Sir ich bitte, keine Einwen-dungen Habt Nachsicht mit den Besorgniffen eines Lieb-habers und glaubt mir, daß ich mit meinem Rath nur EuerBestes im Auge habe. Ist mir dies nicht schon vornwegdurch das innigste Interesse geboten?"

Gleich so Vielen, welche weise genug sind, wenn sieFeder und Papier vor sich und hinreichend Zeit haben, umihre Weisheit auszukramen, fühlte auch Riecabocca sich ver-wirrt, ängstlich und rathlos, wo es darauf ankam, dieseWeisheit schnell in thatkräftigem Handeln zu zeigen. Erhatte von dem Baum des Wissens genug Stecklinge geholt,um einen ganzen Wald damit anpflanzen zu können; aberder ganze Wald war nicht im Stande, ihm einen einzigenhandgerechten Spazierstock zu liefern. Der große Foliobanddes tobten Macchiavel lag nutzlos vor ihm der lebendeMacchiavel der Alltagswelt stand allmächtig an seiner Seite,Der Weise war so schmiegsam in den Händen des Jntri-kanten, wie eine Hellseherin unter denen ihres Magnetiseurs.Und die dünnen, mageren Finger Randals schrieben Ricca-bocca fast Wort für Wort den Inhalt der Briefe vor, diederselbe an seine Tochter und ihre Wirthin abfertigensollte.

Der Philosoph hätte gerne seine Gattin zu Rath gezo-gen, schämte sich aber, diese Schwäche zu bekennen, Da