Druckschrift 
12/17 (1853)
Entstehung
Seite
1682
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Man wird sich erinnern, daß Peschiera, durch dasplötzliche Erscheinen des Lodd L'Estrange verscheucht, nurwenig Zeit zu weiterer Besprechung mit der jungen Ita-lienerin fand; seine Schlußworte betrafen eine zweite Zu-sammenkunft, in welcher sie sich über seinen Antrag ent-scheiden sollte. Als er sich jedoch am anderen Tage wiederim Garten einfand und so verstohlen wie das letztem»! unterdem Bersteck der Bäume ihrer harrte, kam Violante nicht zumVorschein. Er lauerte in der Umgebung, bis die Dunkelheithereinbrach, und zog dann mit der entrüsteten Neberzeugungab, daß es ihm nicht gelungen war, das Herz oder die Ein-bildungskraft des beabsichtigten Opfers für seine Seite zugewinnen. Er begann nun weitere Plane zu entwerfen undbesprach mit Levy den wahrscheinlichen Erfolg einer vonjenen kühnen und gewaltsamen Maßregeln, die ihm von sei-ner rücksichtslosen Wagehalsigkeit und von seiner verzweifel-ten Lage eingegcben wurden. Aber Levy sand den Einfall,Violante mit Gewalt aus Lord Lansmere's Haus zu ent-führen, mit Recht so lächerlich und verwarf den Plan einesnächtlichen Angriffs unter Beihilfe von Fenstergittern undStrickleitern mit solcher Entschiedenheit, daß der GrafWohl oder übel auf den romanhaften Schurkenstreich ver-zichtete, der so wenig für die nüchterne Hauptstadt Englandspaßte und nothwendig mit dem Einschreiten der Polizei undeiner Versorgung im Korrektionshaus enden mußte.

Da auch Levy sich von seiner Erfindungsgabe im Stichgelassen sah, so wurde Randal Leslie zu der Berathungbeigezogen. Der Wucherer hatte es einzuleiten gewußt,