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vom wirkliche» Lebe» ? Ach, nein. Und ich habe hier dieBekenntnisse einer ächten Dichterseele, die ich Ench nachMuße zu lesen bitte. Habt Ihr dies gethan, so will ich Euchfragen, ob Ihr noch immer ein Dichter zu seyn wünscht."
Bei diesen Worten zog er Nora's Mannscript hervor.
„Legt sie dort in meinen Schreibtisch, Leonard; ich willsie später lesen."
„Thut es, und mit Bedacht; denn es ist viel darin, wasauf mein eigenes Leben Bezug hat — viel, das sich für michin den Schleier des Geheimnisses birgt, nnd ich vermuthe,daß Ihr im Stande seyd, ihn zu lüsten."
„Ich?" rief Harley und wollte eben auf den Schreib-tisch zu, da Leonard die Papiere bereits sorgfältig in einerder Schubladen verwahrt hatte.
Aber plötzlich wurde die Thüre mit Gewalt aufge-rissen , und Giacomo stürzte, von der Gräfin Lansmere be-gleitet, in das Zimmer.
„O mein Lord ! mein Lord !" rief Giacomo in italie-nischer Sprache — „die Signorina! die Signorina! —Violante!"
„Was ist mit ihr? Mutter, Mutter — was ist vor-gefalleu? Sprecht — redet!"
„Sie ist fort — hat unser Haus verlassen!"
„Verlassen? Nein, nein!" rief Giacomo. „Sie mußgetäuscht oder mit Gewalt entführt worden sehn. Der Graf!der Graf! Oh, mein guter Lord, rettet sie, wie Ihr ehedemihren Vater gerettet habt!"
„Halt!" riefHarleh. „Gebt mir Euren Arm, Mutter.