Druckschrift 
12/17 (1853)
Entstehung
Seite
1595
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schränkte» gesellschaftlichen Kreises einen jungen Sachwalter,den natürlichen Sahn eines Peers, welcher in mehr alsgeschäftsmäßiger Vertraulichkeit mit den fashionablen Klien-ten lebte, deren Verlegenheiten den Grund zn seinem späterenNeichthum legten. Der junge Mann war hübsch, kleidetesich gut und wußte sich einzuschmeicheln. Lady Jane öffneteihm ihr Haus ni«d ließ, als sie bemerkte, welchen tiefenEindruck Nora's seltene Liebenswürdigkeit auf ihn machte,einen Wink über die Morgengabe fallen. Der fashionableSachwalter, der mit der Zeit zum Baron Levy gedieh, be-durfte dieser Andeutung nicht; denn obschon er damals armwar, vertraute er seinen eigenen Kräften, von denen er sichVermögen versprach, und ungleich Randal hatte er warmesBlut in seinen Adern. Gleichwohl ließ ihn der Wink derLady Jane.nur um so eifriger nach einem günstigen Erfolgtrachten, und seine Eigenliebe fühlte sich bitter verletzt, alser auf seinen förmlichen Antrag einen eben so förmlichenKorb erhielt. In Levy war die Eitelkeit eine gewaltigeLeidenschaft, und bei eitlen Menschen faßt der Haß und derWunsch, sich zu rächen, eine tiefe um sich greifende Wurzel.Seine Wuth verbergend, trat er zurück, damals selbst nochnicht ahnend, wie teuflisch diese Wuth werden konnte, sobaldsie, die vorläufig zn boshaften« Groll erkaltet «rar, durch denErzfeind Gelegenheit gestachelt würde, ihreZügel mit derAussicht auf einen bestimmten Erfolg gehen zu lassen.

Lady Jane war Anfangs sehr ungehalten über Nora,«veil sic einen Freier zurückgewiesen hatte, der ihr selbst soachtbar vorkam. Aber die eindrucksvolle Aninuth dieses