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obschon die Schreiben» dies nicht ausbrücken will, wie weitdie himmelwärts gerichtete Phantasie des Mädchens überdas Ziel hinausffiegt, das ihr männlicher Begleiter sichgesteckt hat. Er ist der Fragende und sic diejenige, welcheantwortet. Im Verlauf des Lesens gewinnt man bald dieUeberzeugnng, daß der Jüngling das Mädchen liebt, aberohne Erwiederung. Die Fassung der Gedanken ist kurz unddoch so wahr. Leonard erkennt bereits in dem jungen Mannden rohen und unvollkommenen Literatnrfreund — den Dorf-Larden — Mark Fairfield. Dann hören die Schilderungenauf, und es kommen kurze, gewichtige Sätze, welche vonSeiten der Schreiberin größere Gedankentiefe und ein reiferesAlter bekunden, lind obgleich die Unschuld bleibt, beginntdoch das Glück sich weniger lebhaft auf den Blättern auszu-drücken.
Unversehens gelangt Leonard zu einer neuen Phase indem Daseyn der Verfasserin des Tagebuchs. Der Schauplatz,auf welchem sie sich bewegt, ist nicht mehr das bescheidene,ländliche Alltagsleben. Und ein schöneres, blendenderes Bildfolgt auf den Gefährten ihrer Sabbalh^bende. Nora ver-weilt mit sichtlicher Vorliebe bei Zeichnung dieses Bildes —es ist ihrem eigenen Genius verwandt, bezaubert ihre Ein-bildungskraft — mit einem Worte, sie, die geborene Künst-lerin und der Kunst sich bewußt, fühlt, daß es einer glänzen-deren und höheren Schule des Schönen augehört. Und dochist das jungfräuliche Herz noch nicht erwacht — keine Spurvorhanden von seinem Leben. Das so eingeführte Bilddeutet auf ein Alter, gleich dem ihrigen, vielleicht cs nicht