Druckschrift 
12/17 (1853)
Entstehung
Seite
1581
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1581

Egerton ergriff herzlich ihre nicht widerstrebende Handund nahm an ihrer Seite Platz. -

Meine theure Marchesa," begann er,ist es wirklichso weit, daß wir nahe Verwandte werden sollen, und könntIhr ernstlich an eine ehliche Verbindung mit meinem jungenNeffen Frank Hazeldean denken? Ihr wendet Euch ab. Achsmeine schöne Freundin, für das freie Weib gibt es nur zweiVerlockungen, welche sie veranlassen können, am Altar aufihre Freiheit zu verzichten. Ich sage, ein freies Weibdenn nur die Wittwen sind frei, nicht aber die Mädchen.Diese Verlockungen sind erstlich weltliche Stellung, zwei-tens Liebe. Welcher von diesen Beweggründen mag wohlMadame di Negra drängen, Mr. Frank Hazeldean die Handzu reichen?"

Es gibt noch andere Beweggründe als die, von wel-chen Ihr sprecht das Bedürfniß des Schutzes das Ge-fühl der Einsamkeit der Fluch der Abhängigkeit derDrang des Dankes für eine ehrende Zuneigung. Aber ihrMänner kennt die Weiber nicht."

Ich gebe zu, daß Ihr hierin Recht habt wir ler-nen sie nie ans; aber eben so wenig verstehen sich die Frauenauf die Männer. Gleichwohl weiß jedes Geschlecht das an-dere zu überlisten und zu bethörcn. Hört mich an. Ich kennemeinen Neffen nur wenig, will aber zugeben, daß er ein hüb-scher junger Gentleman ist, in welchen sich eine hübsche jungeDame unter ihren Zwanzigen in einem Ballsaal verliebenkann. Ihr dagegen habt die höheren Ordnungen unsererArt kennen gelernt Zhr, die Ihr die Huldigung von Man-