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12/17 (1853)
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denn wenn es einen Punkt gibt, in welchem selbst die ver-ständigsten Männer kurzsichtig sich zeigen, wofern ihr Augenicht durch die Eifersucht geschärft wird, so ist dies die Wahr-scheinlichkeit, daß ein anderes männliches Wesen Liebe einflö-ßeu könne. Sogar die am wenigsten Eitlen ans dem backen-bärtigen Geschlecht halten es für räthlich, sich in Acht zunehmen, daß sie nicht allzu unwiderstehlich werden für dieSchönen, während Jeder von seinem Freunde sagt:Er istein grundgnter Kerl, aber wohl der letzte, in den sich einFrauenzimmer verlieben wird!"

Aber freilich schien bei oberflächlicher Betrachtung iirdem vorliegenden Falle Harley mehr als gewöhnlichen An-laß zu seiner Kurzsichtigkeit zu haben.

Worin auch Beatrice's bessere Eigenschaften bestehenmochten, jedenfalls galt sie allgemein für weltlich nnd ehr-geizig. Sie befand sich in einer drückenden pecuniären Lageund war an ein verschwenderisches Leben gewöhnt; wie ließsich also erwarten, daß sie einen Verehrer von so niedrigerGeburt und so bescheidenen Vermögensverhältnissen, alsdie unseres aus dem Bauernstand hervorgegangenen Schrift-stellers waren, auszeichnen würde? Die Eroberungslustkonnte sie wohl zu dem Versuch bewegen, seine Bewunderunggewinnen und seine Phantasie bezaubern zu wollen; abervoraussichtlich wahrte sie ihr eigenes Herz mit dem dreifachenPanzer des Stolzes, der Armuth und der conventionelleuAnsichten jener Welt, in welcher sie lebte. Hätte Harleyes für möglich gehalten, Madame di Negra könnte vonihrer Stellung herabsteigen und einer zwar unklugen, aberBulwer, meine Novelle. 90