1421
sicherung, daß er von den vortheilhaften Zugeständnissen,die er machte, im Lauf der Zeit Früchte sich verspreche, än-derte die Sachlage und bewog unseren Philosophen, die An-gelegenheit mit ruhigem, contemplativem Auge zu betrach-ten. Lag es hinreichend nah, daß Levy ans einen entspre-chenden Nutzen zählen und darauf rechnen konnte, metzenweisedie Hilfe zu ärnten, die er handvollwcise ausgesät hatte?Das Ergebniß von Randals Betrachtungen war, daß derBaron wohl Ursache habe, seine Saat als nicht in den Windgestreut^anzusehen. Denn erstlich war es klar, daß Levynicht ohne vernünftigen Grund glaubte, er könne bald mitungemein guten Interessen sich für jede an Randal vorge-schoffene Summe aus dem Neichthum bezahlt machen, wel-cher durch die geschickte Beihilfe des jungen Schlaukopfs fürseinen Klienten, den Grafen, errungen werde; und zweitensbesaß Randal eine ungemein hohe Meinung von sich selbst,und es gelang ihm nun, sich für den Augenblick durch Er-langung einer pekuniären Unabhängigkeit der mühsamenPlackerei vor den Gerichtsschranken entziehen und der zwei-felhaften Hoffnung auf die Unterstützung eines außer Machtgesetzten Staatsmanns cntrathen zu können, so war er so festvon seinem raschen Aufschwung im öffentlichen Leben über-zeugt, als hätte es ihm ein Engel zugeflüstert oder einTeufel versprochen. Bei solchen Triumphen und der geftll-schaftlichen Stellung, die daraus hcrvorgehen mußte, konnteLevy wohl darauf rechnen, daß ihm aus tausend unmittel-baren Wegen Ersatz wurde. Es entging Randals Schlau-heit nicht, daß der Wucherer bei allen ihm zugeschriebenen