136L
zweitenmal mit seiner Rechnung zu kommen. Er äußertegegen Levy die Zweifel, welche ihm diese Erscheinungen ein-siüßten; aber der Baron hatte dafür nur ein unheilverkün-dendes Lächeln und sagte:
„Allerdings werde» die Gewerbsleute immer bezahlt;aber das Wie ist die Frage. Randal, mon ober, Ihr sehdzu unschuldig. Ich kann Euch nur zwei Stückchen Rath er-jheilcn, und zwar in der Form von bekannten Sprüchwor-tern: 'Kluge Ratte» verlassen ein einstürzendes Haus' und'man muß Heu machen, wenn die Sonne scheint.' Beiläufig,Avenel hat großen Gefallen an Euch gefunden und sprichtvon dem Flecken Lansmere für Euch. Er besitzt dort großenEinfluß. Laßt ihn nicht aus der Hand."
Randal war in der That bei Mrs. Avenels soireoüansante gewesen und hatte sie zweimal in ihrem Hausebesucht, dabei sich sehr höflich und einschmeichelnd benommenAnd namentlich ihre Kinder bewundert. Sie besaß derenzwei, einen Knaben und ein Mädchen, die viel Aehnlichkeitmit ihrem Vater und namentlich dessen offenes, ehernes Ge-sicht hatten. Dadurch war er bei Mrs. Avenel in Gnade»gekommen, die ihrerseits nicht versäumte, auch ihren Gattengünstig für den jungen Mann zu stimmen. Avenels Scharf-blick entging die Schlauheit von Randals Geist nicht; ernannte ihn einen „smart man" und meinte, „er würde es inAmerika zu etwas gebracht haben" — das höchste Lob, welchesDick Avenel je irgend Jemand zngestand. Aber auch in DicksGesicht waren Spuren von Sorge zu lesen. Bereits fing ergn, über die Putzrechnungen seiner Frau zu brummen, und