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„Eines Dichters? O nein/' cntgegnete Leonard lächelnd.„Wo der Dichter liebt, bedarf er der Ruhe,"
Harlry war betroffen ob dieser Erwiederung und sannschweigend darüber nach.
„Ich begreife," dachte er. „Es geht mir ei» neuesLicht auf. Der Mann, dessen ganzes Leben ein einzigesRingen nach Ruhm ist und dessen Seele nur erschöpft zurGesellschaft mit der Erde zurncksinkt. hat ein anderes Be-dürfniß als die Liebe eines ihm ähnlichen Wesens. Er hatRecht — es ist die Ruhe. In der That, trotz seiner Jugendliegt in seiner inneren Anschauung doch eine weit tiefereWeisheit, als in aller meiner Erfahrung. Mir dagegensollte die Liebe Aufregung, Thatkraft, Erhebung verleihen.Aber ich habe gewählt, und an Helens Seite wird mein Lebenwenigstens ruhig Hinströmen und mein Herd geheiligt bleiben.Mag das Uebrige schlafen in demselben Grabe, wie meineJugend."
„Aber," Hub Leonard an, der seinen edlen Freund theil-nehmend aus einem Träumen wecken wollte, welches ihmein schmerzliches zu sehn schien, obschon er keine Ahnung vonder wahren Ursache hatte— „aber Ihr habt mir noch nichtgesagt, wer der Verehr'er der Signora ist. Darf ich seine»Name» wissen?"
„Wahrscheinlich einer, den Ihr nie gehört habt. RandalLeslie — ein Bureaumensch. Ihr habt nichts vom Staats-dienst wissen wollen — Ihr thatet wohl daran."
„Randal Leslie? Das wolle Gott nicht!" rief Leonardin großer Ueberraschung, als er diesen Namen nennen hörte.