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12/17 (1853)
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schwächlich gewesen ist. Der Anstrengung und dem Kummerfolgte ein nervöses Fieber. Sie hatte, als sie die Heimathverließ, nur diese einzige Begleiterin mit sich genommendie einzige, der sie trauen konnte, denn sie glaubte Grund zuder Vermuthnng zu haben, daß., ihr ganzer übriger Haus-halt von Peschiera bestochen worden sep. In der Gegenwartdieser Dienerin, als ihr Geist bereits vom Delirium verwirrtwar, raste sie fortwährend von ihrer Unschuld, klagte inLauten des Schreckens und des Abscheus Euren Verwand-ten an und forderte Euch auf, ihre und Eure Ehre zu retten."

Ja, wohl Delirien. Arme Paulina!" stöhnte Ricca-bocca und bedeckte das Gesicht mit beiden Händen.

Aber ihr Jrrereden hatte auch lichte Zwischenräume.In einem derselben stand sie auf, ohne daß die Dienerin,trotz ihrer Anstrengungen, sie zurnckznhalten vermochte, nahmaus ihrem Pult mehrere Briefe, durchlas sie und rief in kläg-lichem Tone: 'Aber wie kann ich sie ihm zustellen wem sieanvertrauen? Und sein Freund ist fort!' Dann schien plötz-lich ein Gedanke in ihr aufzublitzen, denn sie stieß.einen Rufder Freude aus, setzte sich nieder und schrieb lang und hastig,worauf sie das Geschriebene mit allen andern Briefschaften inein einziges Packet zusammenmachte und es sorgfältig ver-siegelte. Sie ertheilte der Dienerin die Weisung, es ja eigen-händig auf die Post zu tragen und das Porto dafür zu ent-richten, 'denn o,' sagte sie ich wiederhole die Worte ge-rade so, wie ich sie aus dem Munde der Berichterstatterin habe 'dies ist meine einzige Aussicht, meinem Gatten zu bewei-sen, daß ich, wenn ich auch geirrt habe, doch nicht das