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so schnell den laueren Ansprüchen der Freundschaft hättenweichen können. Er ließ sein Pferd rasch ausholcn und machteeinen weiten Ritt. Es wäre unmöglich, die Gefühle zu schil-dern, welche diese empfindsame Seele mit ihrem tiefwurzeln-den Hasten an der früheren Liebe bewegten. Als er end-lich, sich seiner Obliegenheit bei dem Italiener erinnernd,wieder gegen Norwood hinritt, konnte man den langsame»Schritt seines Thiers wohl als ein Abbild seiner eigenenErschöpfung betrachten, denn auf die fieberische AufregungWar eine tiefe Erschlaffung gefolgt.
„Vergebliche Mühe," murmelte er, „mir die Tobteaus dem Sinn schlagen zu wollen! Gleichwohl bin ich sehteiner Anderen verlobt; aber sie mit allen ihren Tugendenist doch nicht das Wesen, das —" Er hielt wie in edlemSclbstvorwurf innc. „Es ist zu spät, jetzt an dies zu den-ken , und cs.bleibt mir nichts übrig, als für das Glück desLebens zu sorgen, an welches ich das meine gekettet habe.Aber —"
Er seufzte, während er so vor sich hinsprach. Als er indie Nähe von Niceabocca's Wohnung kam, stellte er seinPferd in einem kleinen Wirthshaus ein und ging zu Fußüber die Haide auf das graue viereckige Gebäude zu, welchesihm durch Leonards Schilderung kenntlich genug als der Auf-enthalt des Flüchtlings bezeichnet worden war. Es stundlange an, eh' auf sei» Klingeln am Thor eine Antwort erfolgte,und er mußte dasselbe zweimal wiederholen, bis er endlichauf dem Kiesweg innen einen schweren Tritt knirschen hörte.Der Schieber in dem Thore wurde theilweise zurückgezogen,