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Ideen der Gegenwart/' sagte er, „ans denen Bücher fürdie Zukunft geschrieben werden. Stüdirt sie mit Fleiß, sam-melt mit Umsicht, wie Ihr es mit den SchriftschätzenderVergangenheit thnt."
Allmälig leitete Norrcys den jungen glühenden Geistvon der Auswahl der Jeeen zu ihrer ästhetischen Analyse,non der Compilation zur Kritik, aber zu einer strengen, ge-wissenhaften, logischen Kritik, die sich von jedem Wort desLobes oder des Tadels Rechenschaft geben konnte. Als ersich so in das Studium der Gesetze des Schönen eingeleitctsah, ging in seiner Seele ein neues Licht auf, und aus denMassen von Marmor, die er um sich aufgehäuft hatte, hobsich das Gesicht der Statue.
Und so sagte eines Tages Norreys Plötzlich zu ihm:
„Ich brauche keinen Compilator mehr — Ihr könntEuch jetzt durch Eure eigenen Schöpfungen fortbringen."
Und Leonard schrieb, und ein Werk blühte auf ausder tief begrabenen Saat und aus dem Boden, der so wohlgelichtet war, daß die Strahlen der Sonne und die frischenLüfte freien Zutritt fanden.
Seine erste Leistung fand keinen sonderlich ausgedehn-ten Leserkreis — nicht daß sie an namhaften innern Män-geln gelitten hätte: aber es gehört Glück zu allen Dingen.Das erste anonyme Werk eines originellen Genius tritt seltenmit einem schlagende» Erfolg an's Licht. Gleichwohl erkann-ten die Erfahreneren, was das Buch in Aussicht stellte. Ver-leger, die instinktartig ein nutzbares Talent zu entdecken wissenund in ihrem Takt oft voraussehen, wie das Publikum später