Druckschrift 
12/17 (1853)
Entstehung
Seite
1236
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Fünfzehntes Kapitel.

Wer hätte nicht das herrliche Gemälde von DanielMaclisc, daö den unsterblichen Namen meines VorfahrenCarton anffrischt, gesehen und angcstaunt? Mit nationalemStolz vernahm ich daS Murmeln" der Bewnndcrnng ausdem Munde der Fremden, die sich darum gesammelt hatten(denn im Krystallpalast war für sie nichts zu sehen, das Eng-land größere Ehre gebracht hätte), und mit nicht geringeremStolz erfüllte der edle Sinn der Kunstgenossen, indem derwarme Beifall noch lebender Meister, die bereits für die Un-sterblichkeit gearbeitet hatten, der Begeisterung der Volks-menge die Weihe erthciltc. Aber was mich weit mehr an-sprach, als die correkie Zeichnung, um deren willen der Künst-ler längst im Ruf steht, und das erst in neuerer Zeit vonihm errungene prächtige Colorit, das war die Tiefs der Auf-fassung, aus der dieses Meisterwerk hervorgegangen ist. DerMönch mit dem finsteren Blick nach dem Buchdrucker, denRücken der Bibel znwendend,-auf welche sein Schattenfällt: der ganze Ucbcrgang des klösterlichen Christcnthumsim Mittelalter zu dem neueren, welches sich freut im Lichtedes Tages, malt sich in dem Schatten, der das Buch verdun-kelt, und in dem Stirnrnnzeln, das dem Verbreiter vonBüchern gilt. Das düstere, gedankenvolle Antlitz Richards,des Herzogs von Gloneestcr, der mit der Schönheit einesNapoleon den dunkeln. Ausdruck eines Teufels verbindet,schaut weit und ängstlich in die Zukunft, als vergegenwärtigesich ihm bereits der Kampf, welcher sich in der neuen Erst»-