1189
In der That war diese Antwort insoferne keine Un-wahrheit, als zwischen Leslie und L'Estrauge gegen früherein geringerer Unterschied der Jahre stattzufinden schien;denn die Furchen in dem Geist des Ränkeschmieds be-gannen jetzt auch in seinem Gesicht bemerklich zu wer-den , während es den Anschein gewann, wie wenn die träu-merische Verehrung des Wahren und Schönen, welche Har-ley's Seele erfüllte, dem treuen Jünger die ewige Jugenddieser Gottheiten mitgetheilt hätte.
Harley nahm dieses Kompliment mit der supremenGleichgiltigkeit hin, welche man vielleicht an einem Stoikernatürlich gefunden haben würde, obschon sie an einemGentleman auffallen mochte, der eben einer viel jüngerenDame seine Hand angeboten hatte.
Leslie nahm wieder auf:
„Ihr scyd vielleicht auf dem Wege zu Mr. Egerton.Wenn dies der Fall ist, so müßt Ihr ihn aus seinemBureau, nicht in seiner Wohnung aufsuchen."
„Ich danke Euch. So kehre ich wieder um, denn dieswar wirklich meine Absicht."
„Ich bin auch auf dem Wege dahin," bemerkte Randalzögernd.
Aus dem Wenigen, was L'Estrange von Mr. Lesliegesehen, hatte er keine besondere Vorliebe für diesen jungenGentleman gewonnen; aber Randals Bemerkung war eineBerufung auf seine gewöhnliche Höflichkeit, und er ant-wortete daher mit der Bereitwilligkeit der feinen Bildung —
„So laßt uns bis dahin Gefährten seyn."