1161
Fünftes Kapitel.
Rand>il verbrachte eine schlaflose Nacht; er gehörteübrigens zu den Personen, die weder vielen Schlafes bedür-fen, noch daran sich gewöhnen mögen. Erst gegen Morgen— mir die Zeit, von der man glaubt, daß sie prophetischeTränme bringe — versank er in einen sehr angenehmenSchlummer, voll von Gesichten, die geeignet waren, zukünftigeKanzler durch die Labyrinthe des Rechts zu locken, oder dentrunkenen Muth jugendlicher Fähndriche auf den Klippendes Ruhms zu zerschellen. Seine Träume zeigten ihm NoodHall, wie es, gekrönt mit den Thürmen von Belvoir oderRoby, in die Höhe stieg und niederschaute auf unterworfeneLändereien und Herrengüter, die er den räuberischen Händender Thornhille und Hazcldeanc entrissen hatte — ließenihn Andley Egcrtons Gold und Macht — die Zimmer inDawningstreet und dieSalone in GrosvenorSquare schauen,die übergegangen waren in die Hände des lächelnden Träu-mers, wie das Chaleäerreich an Darms den Meder, War-um Randal Leslie's Pfühl Träume heimsnchen konnten,welche die vorausgegangenen düsteren und ängstlichenTräume so sehr Lügen straften? — dies ist eine Frage,ob deren Lösung meine Philosophie zu Schanden wird. Erließ sich jedoch gerne ihren Zauber gefallen und war nichtwenig betroffen, wie er die Glocke Eilf schlagen hörte, alser zum Frühstück hinunterging. Es ärgerte ihn, daß esschon so spät war, denn er hatte gehofft, aus Egertonsungewohnter Milde Vortheil zu ziehen und ihm einige Zu-