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„Levy," versetzte Egerton kalt, obschon ein tiefes Rothsich über sein Antlitz breitete, „Ihr send ein Schurke; dochdies ist Eure Sache. Ich kümmere mich nicht um andererLeute Geschmack und Gewissen, will über nicht selbst zumSchurken werden und habe Euch dies schon früher erklärt."
Der Baron lachte, ohne die mindeste Empfindlichkeitan den Tag zu legen.
„Gut," entgegnete er, „Ihr seyd weder klug, nochhöflich, aber Ihr sollt das Geld habe». Jndeß fällt mirbei," fuhr er mit Nachdruck fort — „thätet Ihr nicht besser,es ohne Interesse von Eurem Freund L'Estrange zu borgen?"
Egerton fuhr auf, als wäre er von einer Schlange ge-stochen.
„Ihr wollt mich höhnen, Sir!" rief er leidenschaft-lich. „Ich pecnniäre Verpflichtungen eingehen gegen LordL'Estrange — ich!"
„Beruhigt Euch, mein theurer Egerton. Ich stehe da-für, der gnädige Herr würde jetzt nicht so schlimm von jenemkleinen Vorfall in Eurem Leöen denken, der —"
„Halt!" rief Egerton, das Gesicht verzerrend. „KeinWort mehr!"
Er hielt inne, schritt im Zimmer auf und ab und mur-melte vor sich hin: —
„Vor diesem Menschen erröthen zu müssen! O herbeZüchtigung!"
Levy betrachtete ihn mit hartem finsterem Blicke. DerMinister wandte sich Plötzlich wieder an ihn.
„Ich sehe, Levy," sagte er mit erkünstelter Fassung —>