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12/17 (1853)
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kaum sagen konnte, sie gehöre der Gegenwart an, wie siedenn überhaupt weit mehr in der Vergangenheit weilte, wieSabrina in ihrem Zauberborn. Romantische Bilder desSchönen und Heldenhaften, wie sie bei der Lektüre vonTaffo's Silberversen vor uns aufsteigen. Stärke und Tapfer-keit durch Liebe und Gesang mildernd, woben sich durchalle die Träume des schönen italienischen Mädchens. Manmuß uns nicht glauben machen wollen, daß vor dem kaltenBlicke der Philosophie die Vergangenheit nicht bester underhabener sey, als die Gegenwart, denn einem edlen und reinenAuge erscheint dies anders. Mag immerhin das Gewe-sene der Vergangenheit anheimfallen, so bald es aufhört inihrem Zauberspiegel die schöne Romantik wiederzustrahlen,welche seine edelste Wirklichkeit, wenn schon vielleicht nur derSchatten einer Täuschung ist.

Dennoch war Violante nicht bloß eine Träumerin;denn in ihr entfaltete sich das Leben so reich und mächtig,daß für seine glorreiche Entwicklung das Handeln eine Noth-wendigkeit schien allerdings ein Handeln in der Sphäredes Weibes der Drang, zu beglücken. Alles um sie herzu veredeln, zu erheben und den Ehrgeiz, der noch unbe-friedigt in ihr liegen mochte, in Theilnahme an mann-haftem Streben ausströmen zu lasten. Trotz der Befürch-tungen ihres Vaters wegen der kalten Lust Englands hattedoch der fremde Himmel die zarte Gesundheit ihrer früherenJahre gekräftigt, Ihr schwunghafter Tritt, das Auge vollLicht und Lieblichkeit, die sanfte und reiche Blüihe ihresAntlitzes alles deutete auf eine Lebenskrästigkeit, die in