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4 (1836)
Entstehung
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aufs Neue erhoben: man hätte den Schlafendenathmen gehört sie hätte gebebt und bebend denStreich geführt! Aber das Mordgemach derSchauplaz wo Shakespeare vor allen Andern sich ge-zeigt haben würde ist für Byron verschlossen undverriegelt. Er gibt nns das Verbrechen, aber nichtdie wilde, grauenhafte Vorbereitung dazu. Sowieder in der Parisina: von welchen Gelegenheitenseine Kunst zu zeigen schliest sich der Dichter sorg-fältig ans! Mit welcher ins Einzelne gehenden unddoch schauderhaften Gliederung hätte Sophoklesden Kampf in der Brust der Ehbrecherin darge-stellt! Liebe Ehre Wuth AngstGrauen vor dem Verbrechen und Heftigkeit derLeidenschaft; Byron dagegen schreitet ohne Wei-teres der sündigen Zusammenkunft zu und die tra-gische Geschichte geht, so weit es der Stoff immererlaubt, in dem Li-besfragment unter. Hätte Byronin seinen früher» Dichtungen Othellos Geschichtegeliefert, so würde er uns Desdemonas Mord, abernimmermehr die Unterredungen mit Iago gegebenhaben. Und so können sich denn weder in derSchürzung des Knotens, noch der Erfindung derZwischcnereigniffe, noch vor Allem in der Gliede-rung der Leidenschaften Byrons frühere Werke denMeiflerstükken der po-tischen Kunst beizählen.

I» einer spätern Lebensperiade aber gingen ihmhöhere und sinnigere Begrifft von seinem Beruf auf,und meiner Ansicht nach veranlasse ihn die Be-