Druckschrift 
4 (1836)
Entstehung
Seite
75
Einzelbild herunterladen
 

75

licherweise gab es noch ein Vermögen des Geistes,welches jene Zeitblatter, seinem Wesen nach, nichtan sich zn reisten vermochten, und das war dieImagination. Der Dichter und der Roman-schreiber kamen nicht in Versuchung, ihre Erzeug-nisse in den ernsten, gelehrten Blättern der Qnar-terly-Zonrnale zn zerstükken; sie blieben noch immerin der Nothwrndigkeit, falls sie die engen ihnen indenMagazinen" angewiesenen Grenzen überschrit-ten, eigene Werke herauszugeben, sich der persönli-chen Verantwortlichkeit zn unterwerfen, an die Zeitals ihr Tribunal zn «ppellicen, zn stsdiren, vorzu-bereiten, zn feilen. Dies, neben andern, ein Haupt-grund, weshalb die poetische Literatur des Tages sounendlich umfassender und erfolgreicher bearbeitetwurde, als irgend ein anderes Fach der Geistesthii-tigkeit. In den übrigen Fächern schreiben die bestenAutoren Reviews und überlassen es nur den un-tergeordneten Talenten Bücher zu verfassen.

Da die Ein di ld u n g s kra ft so ihren natür-lichen und gereisten Richtungen überlassen blieb, istes begreiflich daß der Geist und die Bewegung derZeit auf ihre Erzeugnisse den unmittelbarsten unddauerndsten Einfluß übte. In der Poesie und poeti-schen Prosa unserer Tage muffen wir daher jeneVerwandschaft suchen , die zwischen den geistigenund gesellschaftliche,i Veränderungen in Karakterund Gesinnung des Volks immer stattffndet.