Druckschrift 
3 (1839)
Entstehung
Seite
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Und mit Einem Mal aus seiner Sprache, jasofort vielleicht auch ans seiner Stimmung dasbisherige Dunkel so weit abschüttelnd, daß nureben so Viel zurück blieb, um die Süßigkeit derErinnerung in zarte Schatten zu hüllen, nicht umsie zu verbittern, erzählte jetzt Aram mit jener Le-bendigkeit der Darstellung, die, so wenig wir inder unsrigen ihrer Wirkung gleich kommen kön-nen, ein bezeichnendes Merkmal seiner Gesprächs-weise war, und allen seinen Aenßerungen gewis-sermaßen ein dichterisches Interesse aufdrückte -erzählte er von jenen Andenken an die Kindheit, diewir ans dem Mund eines Jeden, den wir lieben,so gern vernehmen.

Während seiner Erzählung wurden die Lich-ter, welche die tiefere Dämmerung nöthig ge-macht, in der Kirche sichtbar, strömten weit durchdas hohe Bogenfenster und erleuchteten die dun-keln Föhren, welche die Gräber umher beschatte^ten. Eben in diesem Augenblick griff die Orgel(ein Geschenk eines reichen Pfarrherrn, und derStolz der ganzen Umgegend) mit ihrem hohenfeierlichen Ton in die Stille ein. Im Klang die-ser plötzlichen Musik lag etwas so Verwandtesmit der heiligen Ruhe des Schauplatzes, Etwas,das so sehr zu den Saiten stimmte, die jetzt inBrams Seele zitterten, daß es ihn mit unwidersteh-licher Gewalt befiel. Er brach schnell ab,als ob«in Engel spräche!" Keiner, der je gesündigt