Druckschrift 
3 (1839)
Entstehung
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Rückkehrenden zu begrüßen. Selbst das Gesicht desGelehrten heiterte sich auf beim Anblick des strah-lenden Auges, der geöffnetenLippen,der aufwallcndenGestalt, über welche sich, sobald sie ihn gewahrwurde, eine reine, unschuldige Freude ergossen hatte.

In Madelinens Natur lag, wenn ich mich die-ses Ausdrucks bedienen darf, eine ausgezeichneteVerlässigkeit. Gedankenvoll und ernst wie sie war,neigte sie sich doch immer den Hellern Ansichten des Le-bens zu. Nie sah sie der Zukunft bang entgegeneinliebliches tzoffnnngsgefühl schlief in ihrem Herzen; sie gehörte zu den Menschen, welche sich mithohem, unbedingtem Glauben der Führung einesJeden, den sie lieben, und den Wechselfällen desirdischen Daseins hingeben. Eine holde Sorglosigkeitgehörte zu ihren schönsten Charakterzügen. In Ge-müthern, die nicht leicht verzagen, liegt etwas soUnselbstisches; man steht, daß solche Personen nichtmit ihrer eigenen Existenz beschäftigt sind; sie ver-gällen sich die Ruhe des Lebens nicht mit dem Egois-mus der Sorge, der Berechnung, des Vorbeden-kens. Werden sie je ängstlich, so geschieht es umeines Andern willen; aber auf das Herz diesesAndern, wie unerschütterlich ist ihr Vertrauen!

Diese Gemüthsbcschaffenhcit Madelinens wares, die der Seele ihres wunderlichen Geliebtenewiges Entzücken und ewige Qual bereitete. Wiesie jetzt freudig an seinem Arm hing, ihren Jubeldarüber aussprach, ihn wohlbehalten zu sehen, und