Druckschrift 
3 (1839)
Entstehung
Seite
93
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V5

Hausman grinsend:mir für meinen Theil ist esgleichgültig, ob Du uns Freunde oder Feindenennst."

Feinde, Feinde!" rief Aram hastig aus,Dasnicht! Bietet das Leben keine Mittelstufe in seinenVerbindungen dar? Weg! keine Feinde; wir dür-fen nicht Feinde von einander sein."

Es wäre eine Thorheit; wenigstens im jetzi-gen Augenblick," bemerkte Hausman obenhin.

Sieh, Hausman, fuhr Aram fort, den Ge-fährten vom Weg ins Dickig ziehend, und seineStimme klang leiser und mehr in die Brust hin-ein:sieh, ich kann nicht leben, wenn Deine Ge-genwart mein Leben umnachtet. Ist nicht dieWelt weit genug für uns Beide? Warum einanderuachjagen? Welche» Vorthcil kannst Dn von mirhaben? Können die Gedanken, welche mein Anblickin Dir aufweckt, Heller, friedlicher sein, als dieje-nigen , welche mich überfallen, wenn ich in DeiuAntlitz schaue? Schauert nicht um uns Beide Ge-spcnstcrhauch und Leichenduft? Warum uns absicht-lich eine Qual aufladen, die so leicht zu vermeidenist? Verlaß mich verlaß diese Gegend. Dieganze Erde breitet sich vor Dir aus erwähleDir wo anders Beschäftigung und Wohnplatz, abervergifte mir diesen kleinen Fleck nicht."

Ich wünsche nicht Dich zu beunruhigen, Eu-gen Aram, aber ich muß leben, und um leben zu