Druckschrift 
3 (1839)
Entstehung
Seite
33
Einzelbild herunterladen
 

22

nachgiebiger der Lakai,aber mein Herr ist sehrübel auf, wahrhaftig sehr übel."

So? DaS höre ich mit Bedauern."

Mag nun wohl zehn Jahre so sein, Herr,"erwiedeyte der Diener mit ungemeinem Ernst.Damit öffnete er die Thür des HanseS, welcheseinige Schritte von der Mauer zurück auf einemganz flachen, dürren Grasplatz stand, wies ihn inein Zimmer, und ließ ihn allein.

Was Walter» in diesem Gemach sogleich anf-flel, war seine ausnehmende Helle. Obwohl nichtgroß, hatte es nicht weniger als sieben Fenster.Zwei Wände schienen wirklich nichts als Scheibenzu sein! Auch waren dieseZugänge für den Strahldes Himmels weder mit irgend einer Blende nocheinem Vorhang beschattet.

Der Helle, laute, nnbarmherz'ge Tag"hatte in dem luftigen Zimmer seinen eigentlichen Sitzaufgeschlagen. Bei all diesem Licht machte es gleich-wohl auf Walter nichts weniger als einen heiternEindruck. Die Sonne hatte die Farbe des Getä-fels, ursprünglich ein blasses Meergrün, aufgeris-sen und verschossen; nur weniges Geräts) stand da;ein Tisch in der Mitte, ein halb Dutzend Stühleund ein sehr schmaler türkischer Teppich, welchernicht den zehnten Theil des reinen, kalten, glatteneichenen Bodens bedeckte, machte die ganze fah-rende Habe des Gemaches aus. Was aber dieOede im Innern noch besonders vermehrte, warBulwer's Romane. III. 5