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2 (1838) Immanuel Kant's Kritik der reinen Vernunft
Entstehung
Seite
673
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II. Zu der Lehre von den Paraloglsmen der reinen Vernunft. 67.3

vorgestellt wird, beobachtet werden. Da ich aber, wenn ich dasblose Ich bei dem Wechsel aller Vorstellungen beobachten will, keinanderes Correlatum meiner Vergleichungen habe, als wiederum Michselbst, mit den allgemeinen Bedingungen meines Bewußtseins, sokann ich keine andere, als tautologische Beantwortungen auf alleFragen geben, indem ich nämlich meinen Begriff und dessen Ein-heit den Eigenschaften, die mir selbst als Object zukommen, unter-schiebe und das voraussetze, was man zu wissen verlangte.

Der vierte ParalogLsmns der Idealität.

(Des äufiercn Verhältnisses.)

Dasjenige,, auf dessen Dasein nur als einer Ursache zu gege-benen Wahrnehmungen geschlossen werden kann, hat eine nur zwei-felhafte Existenz.

Nun sind alle äußeren Erscheinungen von der Art, daßihr Dasein nicht unmittelbar wahrgcnommcn, sondern auf sie,als die Ursache gegebener Wahrnehmungen, allein geschlossen wer-den kann.

Also ist das Dasein aller Gegenstände äußerer Sinne zweifel-haft. Diese Ungewißheit nenne ich die Idealität äußerer Erschei-nungen und die Lehre dieser Idealität heißt der Idealismus, inVergleichung mit welchem die Behauptung einer möglichen Ge-wißheit von Gegenständen äußerer Sinne der Dualismus ge-nannt wird.

Kritik des vierten Paralogismus der transscendentalcnPsych ologie.

Zuerst wollen wir die Prämissen der Prüfung unterwerfen.Wir können mir Recht behaupten, daß nur dasjenige, was ln un-ftlbst ist, unmittelbar wahrgcnommen werden könne, und daß mclneeigene Existenz allein der Gegenstand einer bloscn Wahrnehmung^ sein könne. Also ist das Dasein eines wirklichen Gegenstandes

i außer mir, (wenn dieses Wort in intellectuellcr Bedeutung genommen

Kant s. W. II. 43