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2 (1838) Immanuel Kant's Kritik der reinen Vernunft
Entstehung
Seite
657
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Zur Deduktion der reinen Verjtandcsbegriffe. ^ !i5>7

Erfahrung geben wurden. Die wirkliche Erfahrung, welche aus derApprehension, der Association, (der Rcproduction,) endlich der Ske-cvgnitivn der Erscheinungen besteht, enthalt in der letzteren undhöchsten (der blos empirischen Elemente der Erfahrung) Begriffe,welche die formale Einheit der Erfahrung, und mit ihr alle objec-tive Gültigkeit (Wahrheit) der empirischen Erkenntniß möglich ma-chen. Diese Gründe der Recognition des Mannigfaltigen, sofernsie blos die Form einer Erfahrung überhaupt angehen,sind nun jene Kategorien. Auf ihnen gründet sich also alle formaleEinheit in der Synthesis der Einbildungskraft, und vermittelst dieserauch alles empirischen Gebrauchs derselben (in der Rccognition, Re-production, Association, Apprehension) bis herunter zu den Erschei-nungen, weil diese nur vermittelst jener Elemente der Erkcnnmißüberhaupt unserem Bewußtsein, mithin uns selbst angchörcn können.

Die Ordnung und Regelmäßigkeit also an den Erscheinungen,die wir Natur nennen, bringen wir selbst hinein, und würden sieauch nicht darin finden können, hatten wir sie nicht, oder die Naturunseres Gemüths ursprünglich hinein gelegt. Denn diese Natureinheitsoll eine nothwendige d. l. a priori gewisse Einheit der Verknüp-fung sein. Wie sollten wir aber wohl n priori eine synthetischeEinheit auf die Bahn bringen können, waren nicht in den ursprüng-lichen Erkenntnißqucllcn unseres Gemüths subjective Gründe solcherEinheit a priori enthalten, und waren diese subjective Bedingungennicht zugleich objectiv gültig, indem sie die Gründe der Möglichkeitsind, überhaupt ein Object in der Erfahrung zu erkennen.

Wir haben den Verstand oben auf mancherlei Weise erklärt:durch eine Spontaneität der Erkenntniß (im Gegensatz der Reccpti-vität der Sinnlichkeit), durch ein Vermögen zu denken, oder auchein Vermögen der Begriffe, oder auch der Urtheile, welche Erklä-rungen, wenn man sie beim Lichte besieht, aus eins hinauslaufen.Jetzt können wir ihn als das Vermögen der Regeln charak-tcrisircn. Dieses Kennzeichen ist fruchtbarer und tritt dem Wesenderselben näher. Sinnlichkeit gibt uns Formen (der Anschauung),der Verstand aber Regeln. Dieser ist jederzeit beschäftigt, dieKant s. W. il. 42