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2 (1838) Immanuel Kant's Kritik der reinen Vernunft
Entstehung
Seite
639
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Zur Deduction der reinen Verstandcsbcgri'ffe.

glichencr und verknüpfter Vorstellungen ist. Wenn ich also demSinne deswegen, weil er in seiner Anschauung Mannigfaltigkeit ent-hält, eine Synopsis beilege, so correspondirt dieser jederzeit eineSynthesis und die Receptivität kann nur mit Spontaneitätverbunden Erkenntnisse möglich machen. Diese ist nun der Grundeiner dreifachen Synthesis, die nothwendiger Weise in allem Elfkenntniß vorkommt: nämlich der Apprehension der Vorstellungen,als Modisicationen. des Gemüths in der Anschauung, der Repro-duction derselben in der Einbildung und ihrer Recognition imBegriffe. Diese geben nun eine Leitung auf drei subjective Erkenntniß-quellen, welche selbst den Verstand und, durch diesen, alle Erfahrungals ein empirisches Product des Verstandes möglich machen.

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Vorläufige Erinnerung.

Die Deduction der Kategorien ist mit so viel Schwierigkeitenverbunden und nöthigt, so tief in die ersten Gründe der Möglichkeitunserer Erkenntniß überhaupt einzudringen, daß ich, um die Weit-läufigkeit .einer vollständigen Theorie zu vermeiden und dennoch beieiner so nothwendigen Untersuchung nichts.,zu,versäumen, es rath-samer gefunden habe, durch. folgende vier Nummern den Leser mehrvorzubereiten, als zu unterrichten; und im nächstfolgenden drittenAbschnitte die Erörterung dieser Elemente des Verstandes allererstsystematisch vorzustellcn. Um deswillen wird sich der Leser bis dahindie Dunkelheit nicht abwendig machen lassen, die auf einem Wege,der noch ganz unbetreten ist, anfänglich unvermeidlich ist, sich aber,wie ich hoffe, in gedachtem Abschnitte zur vollständigen Einsichtaufklären soll.

1. Von der Synthesis der Apprehension in derAnschauung.

Unsere Vorstellungen mögen entspringen, woher sie wollen, obsie durch den Einfluß äußerer Dinge, oder durch innere Ursachengewirkt seien, sie mögen a priori, oder empirisch als Erscheinungenentstanden sein; so gehören sie doch als Modisicationen des Gemüths