26V Elcmcntarlehre. II. Th. I. Abth. II. Buch. Anhang.
mit einem Schein von Gründlichkeit zu vernünfteln oder wertni^zu schwatzen.
Die transscendentale Topik enthält dagegen nicht «ichals die angeführten vier Titel aller Vergleichung und Unterscheid»^die sich dadurch von Kategorien unterscheiden, daß durch jene »ich, jder Gegenstand, nach demjenigen, was seinen Begriff ausmchst(Größe, Realität), sondern nur die Vergleichung der Vorstellungwelche vor dem Begriffe von Dingen vorhergcht, in aller ihmjMannigfaltigkeit dargestellt wird. Diese Vergleichung aber hedch^zuvörderst einer Uebcrlcgung, d. i. einer Bestimmung desjeiiigiflOrts, wo die Vorstellungen der Dinge, die verglichen werden, hfl,gehören, ob sie der reine Verstand denkt oder die Sinnlichkeit inder Erscheinung gibt.
Die Begriffe können logisch verglichen werden, ohne sich darumjzu bekümmern, wohin ihre Objecte gehören, ob als Nvumeiia fmjden Verstand oder als Phänomen« für die Sinnlichkeit. Wanstwir aber mit diesen Begriffen zu den Gegenständen gehe» wellen,so ist zuvörderst trausscendcntale Ucbcrlegung nöthig, für welche Er:kenntnißkraft sie Gegenstände sein sollen, ob für den reinen Wei->stand oder die Sinnlichkeit. Ohne diese Ueberlegung mache ich eistnen sehr unsicheren Gebrauch von diesen Begriffen, und es.enchrflgen vermeinte synthetische Grundsätze, welche die kritische Vemlinistnicht anerkennen kann und die sich lediglich auf einer transscent»!talcn Amphibolie d. i. einer Verwechselung des reinen Verstands!vbjects mit der Erscheinung gründen.
Zn Ermangelung einer solchen transscendcntalen Topik, lind!mithin durch die Amphibolie der Reflexionsbegriffe hmtergangr»,errichtete der berühmte Leibnitz ein intellektuelles System derWelt, oder glaubte vielmehr der Dinge innere Beschaffenheit Merkennen, indem er alle Gegenstände nur mit dem Verstände mdden abgesonderten formalen Begriffen seines Denkens verglich. Un-sere Tafel der Reflexionsbegriffe schafft uns den unerwarteten Vor-theil, das Unterscheidende seines Lehrbegriffs in allen seinen Lheilenund zugleich den leitenden Grund dieser eigenthümlichen Denkungs-