254 Elementarlehre. II. Th. I- Abkh. II. Buch. Anhang.
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Sl n h a n g.
Von der Amphibolie der Reflexionsbegriffedurch die Verwechselung des empirischen Verstandesgebrauchsdem transscendentalen.
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Die Ueberlegung (rellexio) hat es nicht mit denständen selbst zu thun, um geradezu von ihnen Begriffe zu beim-^men, sondern ist der Zustand des Gemüths, in welchem wirzuerst dazu anschicken, um die subjektiven Bedingungen ausfindigzu machen, unter denen wir zu Begriffen gelangen können. Eilist das Bewußtsein des Verhältnisses gegebener Vorstellungen zuunseren verschiedenen Erkenntnißquellcn, durch welches allein iheVerhältniß unter einander richtig bestimmt werden kann. Die ersteFrage vor aller weiteren Behandlung unserer Vorstellung ist die:in welchem Erkcnntnißvcrmögen gehören sie zusammen? Ist es der ;Verstand, oder sind es die Sinne, vor denen sie verknüpft oder ver- 'glichen werden? Manches Urtheil wird aus Gewohnheit angenommen .oder durch Neigung geknüpft; weil aber keine Ueberlegung vorher- lgeht oder wenigstens kritisch darauf folgt, so gilt es für ein solches,das im Verstand seinen Ursprung erhalten hat. Nicht alle Urtheile !bedürfen einer Untersuchung d. i. einer Aufmerksamkeit auf dieGründe der Wahrheit; denn wenn sie unmittelbar gewiß sind: z.B> 'zwischen zwei Puncten kann nur eine gerade Linie sein, so läßt sichvon ihnen kein noch näheres Merkmal der Wahrheit, als das sieselbst ausdrücken, anzeigen. Aber alle Urtheile, alle Vergleichungenbedürfen einer Ueberlegung d. i. einer Unterscheidung der Er-kenntnißkraft, wozu die gegebenen Begriffe gehören. Die Hand-lung, dadurch ich die Vergleichung der Vorstellung überhaupt mitder Erkcnntnißkraft zusammenhalte, darin sie angestellt wird, undwodurch ich unterscheide, ob sie als zum reinen Verstände oder zursinnlichen Anschauung gehörend unter einander verglichen werden,nenne ich transsccndentale Ueberlegung. Das Verhältnißaber, in welchem die Begriffe in einem Gemüthszustande zu einan-