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2 (1838) Immanuel Kant's Kritik der reinen Vernunft
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250
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259 Elementarlehre. II- Th. I. Ablh. II. Buch. 3. Hauptst.

menon d. i. eines Dinges, welches gar nicht als Gegenstand dusSinne, sondern als ein Ding an sich selbst (lediglich durchreinen B.rsta.rd) gedacht werden soll, ist gar nicht widerspreche ^denn man kann von der Sinnlichkeit doch nicht behaupten, baßstesdie einzige mögliche Art der Anschauung sei. Ferner ist dieser Begriffsnothwendig, um die sinnliche Anschauung nicht bis über die Dstgejan sich selbst auszudehncn, und also um die objektive Gültigkeit dusinnlichen Erkenntniß einzuschränkcn; (denn das Uebrige, woraus jenesnicht reicht, heißen eben darum Noumena, damit man dadurch Wjzeige, jene Erkenntnisse können ihr Gebiet nicht über Alles, mzjder Verstand denkt, erstrecken.) Am Ende aber ist doch die Mg-, ^lichkeit solcher lVvumcmorum gar nicht einzusehcn, und der Umfang jaußer der Sphäre der Erscheinungen ist (für uns) leer, d. i. mjhaben einen Verstand, der sich problematisch weiter erstreckt, alSfjene, aber keine Anschauung, ja auch nicht einmal den Begriff mjeiner möglichen Anschauung, wodurch uns außer dem Felde de)Sinnlichkeit Gegenstände gegeben und der Verstand über dieselbehinaus assertorisch gebraucht werden könne. Der Begriff einesNsumcnon ist also blos ein Grenzbegriff, um die Anmaßungen)der Sinnlichkeit einzuschränken, und also nur von negativem Ge- ,brauche. Er ist aber gleichwohl nicht willkürlich erdichtet, sondern) >hängt mit der Einschränkung der Sinnlichkeit zusammen, ohne doch! s setwas Positives außer dem Umfange derselben setzen zu können.

Die Eintheilung der Gegenstände in UlmenomLiur und boa-mv»L, und der Welt in eine Sinnen- und Verstandeswclt kan»daher in positiver Bedeutung gar nicht zugclasscn werden, cdgleich Begriffe allerdings die Eintheilung in sinnliche und intiblectucllc zulassen; denn man kann den letzteren keinen Gegenstandbestimmen und sie also auch nicht für objcctiv gültig ausgeben.Wenn man von den Sinnen abgeht, wie will man begreiflich ma-chen, daß unsre Kategorien, (welche die einzigen übrig bleibendenBegriffe für Noumena sein würden,) noch überall etwas bedeuten,da zu ihrer Beziehung auf irgend einen Gegenstand noch etwasmehr, als blos die Einheit des Denkens, nämlich übcrdem eine