Einlri'tung.
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Von der Eintheilung der transscendentalen Logik
in die tranösc. Analytik und Dialektik.
In einer transscendentalen Logik isolircn wir den Verstand (sowie oben in der transscendentalen Aesthetik die Sinnlichkeit) undheben blos den Theil des Denkens aus unserem Erkenntnisse heraus,der lediglich seinen Ursprung in dem Verstände hat. Der Gebrauchdieser reinen Erkenntniß aber beruhet darauf, als ihrer Bedingung,daß uns Gegenstände in der Anschauung gegeben seien, worauf jeneangewandt werden können. Denn ohne Anschauung fehlt es allerunserer Erkenntniß an Objecten und sic bleibt alsdenn völlig leer.Der Theil der transscendentalen Logik also, der die Elemente derreinen Verstandeserkenntniß vorträgt und die Principien, ohnewelche überall kein Gegenstand gedacht werden kann, ist die trans-scendentale Analytik und zugleich eine Logik der Wahrheit. Dennihr kann keine Erkenntniß widersprechen, ohne daß sie zugleich allenInhalt verlöre d. i. alle Beziehung auf irgend ein Object, mithinalle Wahrheit. Weil es aber sehr anlockend und verleitend ist, sichdieser reinen Vcrstandeserkenntnisse und Grundsätze allein, und selbstüber die Grenzen der Erfahrung hinaus, zu bedienen, welchedoch einzig und allein uns die Materie (Objecte) an die Hand ge-ben kann, worauf jene reinen Verstandesbegriffe angewandt werdenkönnen, so gerath der Verstand in Gefahr, durch leere Vernünfte-leien von den bloscn formalen Principien des reinen Verstandes ei-nen materialen Gebrauch zu machen und über Gegenstände ohneUnterschied zu urtheilen, die uns doch nicht gegeben sind, ja viel-leicht auf keinerlei Weise gegeben werden können. Da sie also ei-gentlich nur ein Kanon der Beurtheilung des empirischen Gebrauchssein sollte, so wird sie gemißbraucht, wenn man sie als das Orga-non eines allgemeinen und unbeschrankten Gebrauchs gelten läßtund sich mit dem reinen Verstände allein wagt, synthetisch überGegenstände überhaupt zu urtheilen, zu behaupten und zu entschei-Kant s. W. II. 7