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2 (1838) Immanuel Kant's Kritik der reinen Vernunft
Entstehung
Seite
91
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Einleitung.

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i »Lkmunstlehre ausmachen soll, von demjenigen gänzlich abgesondert> Verden, welcher die angewandte (obzwar noch immer allgemeine)Dxogik ausmacht. Der erstcrc ist eigentlich'nur allein Wissenschaft,»obzwar kurz und trocken, und wie es die schulgcrcchte Darstellungeiner Elementarlehre des Verstandes erfordert. In dieser müssen> «Iso die Logiker jederzeit zwei Regeln vor Augen haben:

! 1 ) Als allgemeine Logik abstrahirt sie von allem Inhalt der

E-Berstandescrkenntniß und der Verschiedenheit ihrer Gegenstände, und^ x!dat mit nichts als der blosen Form des Denkens zu thun.i s 2) Als reine Logik hat sie keine empirische Principien, mithinj schöpft sie nichts (wie man sich bisweilen überredet hat) aus der' ^ Psychologie, die also auf den Kanon des Verstandes gar keinen Ein-' (. fluß hat. Sie ist eine demonstrirte Doctrin und Alles muß in ihr' ^ Mg a xriori gewiß sein.

j Was ich die angewandte Logik nenne (wider die gemeine Be-; deutung dieses Worts, nach der sie gewisse Excrciticn, dazu die reine^ Logik die Regel gibt, enthalten soll), so ist sie eine Vorstellung desL Verstandes und der Regeln seines nothwendigen Gebrauchs in eon-^ creto, nämlich unter den zufälligen Bedingungen des Subjekts, die( diesen Gebrauch hindern oder befördern können und die insgesammt; nur empirisch gegeben werden. Sie handelt von der Aufmerksam-!, km, deren Hindcrniß und Folgen, dem Ursprünge des Jrrthums,^ dem Zustande des Zweifels, des Scrupels, der Ucberzcugung u. s. w.ss und zu ihr verhält sich die allgemeine und reine Logik wie die reinek Moral, welche blos die nothwendigen sittlichen Gesetze eines freienI Willens überhaupt enthält, zu der eigentlichen Tugendlehre, welche; diese Gesetze unter den Hindernissen der Gefühle, Neigungen undLeidenschaften, denen die Menschen mehr oder weniger unterworfen^ sind, erwägt und welche niemals eine wahre und demonstrirte Wis-s senschaft abgeben kann, weil sic eben sowohl als jene angewandteLogik empirische und psychologische Principien bedarf.

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