74 Elementarlehrc. I- Th. Transsc. Aesthetik.
subjektiven Bedingungen der sinnlichen Anschauung abstrahirt, Mnichts ist und den Gegenständen an sich selbst (ohne ihr Verhältnisauf unsere Anschauung) weder subsistircnd noch inhärirend beigeMwerden kann. Doch ist diese Idealität, eben so wenig wie die dklRaumes, mit den Subreptionen der Empfindung in Vergleichung zustellen, weil man doch dabei von der Erscheinung selbst, der diesePrädicate inhäriren, voraussctzt, daß sie objective Realität habe, diehier gänzlich wegfällt, außer, so fern sie blos empirisch ist d. i. dmGegenstand selbst blos als Erscheinung ansieht: wovon die obigeAnmerkung des ersteren Abschnitts nachzusehcn ist.
§. 7 .
Erläuterung.
Wider diese Theorie, welche der Zeit empirische Realität zuge-,steht, aber die absolute und transscendentale bestreitet, habe ich m ^einschcndcn Männern einen Einwurf so einstimmig vernommen, dasich daraus abnehme, er müsse sich natürlicher Weise bei jedem Leser,dem diese Betrachtungen ungewohnt sind, vorfinden. Er lautet also:Veränderungen sind wirklich (dies beweiset der Wechsel unserer eige-nen Vorstellungen, wenn man gleich alle äußere Erscheinungen,sammt deren Veränderungen, leugnen wollte). Nun sind Veränderun-gen nur in der Zeit möglich, folglich ist die Zeit etwas Wirkliches.Die Beantwortung hat keine Schwierigkeit. Ich gebe das ganzeArgument zu. Die Zeit ist allerdings etwas Wirkliches, nämlichdie wirkliche Form der inneren Anschauung. Sie hat also subjektiveRealität in Ansehung der inneren Erfahrung d. i. ich habe wirklichdie Vorstellung von der Zeit und meinen Bestimmungen in ihr. iSie ist also wirklich nicht als Object, sondern als die Vorstellungs-art meiner selbst als Objects anzusehen. Wenn aber ich selbst oder !ein ander Wesen mich ohne diese Bedingung der Sinnlichkeit an-schauen könnte, so würden eben dieselben Bestimmungen, die wir unsjetzt als Veränderungen vorstellen, eine Erkenntniß geben, in welcherdie Vorstellung der Zeit, mithin auch der Veränderung, gar nichtvorkäme. Es bleibt also ihre empirische Realität als Bedingung