66 Elementarlehrc. l. Th. Transsc. Aesthetik.
Eine jede Erklärungsart, die dieses nicht liefert, wenn siedem Anscheine nach mit ihr einige Ähnlichkeit hätte, kanndiesen Kennzeichen am sichersten von ihr unterschieden Werdens),
Schlüffe aus den obigen Begriffen,a) Der Raum stellet gar keine Eigenschaft irgend einigeran sich, oder sie in ihrem Verhältniß auf einander vor, d. i. s-UjBestimmung derselben, die an Gegenständen selbst hastete u»dml-jche bliebe, wenn man auch von allen subjektiven Bedingungen ln>Anschauung abstrahirte. Denn weder absolute, noch relative Be-jstimmungen können vor dem Dasein der Dinge, welchen sic zu!m-men, mithin nicht n priori angcschaut werden.
ll) Der Raum ist nichts Anderes, als nur die Form aller E,-schcinungen äußerer Sinne d. i. die subjektive Bedingung der Sinn-lichkeit, unter der allein uns äußere Anschauung möglich ist. Ujnun die Rcceptivität des Subjekts, von Gegenständen assimt z»,werden, nvthwendigcr Weise vor allen Anschauungen dieser UMvorhergeht, so laßt sich verstehen, wie die Form aller Erscheinun-gen vor allen wirklichen Wahrnehmungen, mithin n priori, imGe-müthe gegeben sein könne, und wie sie als eine reine Anschauungin der alle Gegenstände bestimmt werden müssen, Principim daVerhältnisse derselben vor aller Erfahrung enthalten können.
Wir können demnach nur aus dem Standpunkte eines Mn-!schm vom Raum, von ausgedehnten Wesen rc. reden. Gehen wir!von der subjektiven Bedingung ab, unter welcher wir allein äußereAnschauung bekommen können, so wie wir nämlich von den Gegen-ständen afsicirt werden mögen, so bedeutet die Vorstellung vomRaume gar nichts. Dieses Prädikat wird den Dingen nur in stfern beigelegt, als sie uns erscheinen, d. i. Gegenstände der Sinn-lichkeit sind. Die beständige Form dieser Receptivität, welche wirSinnlichkeit nennen, ist eine nothwendige Bedingung aller Verhult-
ff) „Ich verstehe unter einer —der 2. AusjZ.
von ihr unterschieden werden" sustk