Druckschrift 
2 (1838) Immanuel Kant's Kritik der reinen Vernunft
Entstehung
Einzelbild herunterladen
 

Der

transscenden taten Clement artet) re

erster Theil.

Die transscendentale Aefthetik.

§. i.

Aus welche Art und durch welche Mittel sich auch immer einekrkenntniß auf Gegenstände beziehen mag, so ist doch diejenige,wodurch sie sich auf dieselbe unmittelbar bezieht und worauf allesDenken als Mittel abzweckt, die Anschauung. Diese aber findetnur Statt, so fern uns der Gegenstand gegeben wird; dieses aberist wiederum, uns Menschen wenigstens, nur dadurch möglich,daß er das Gemüth auf gewisse Weise afficire. Die Fähigkeit(Receptivität), Vorstellungen durch die Art, wie wir von Gegen-ständen afsicirt werden, zu bekommen, heißt Sinnlichkeit. Ver-mittelst der Sinnlichkeit also werden uns Gegenstände gegeben,und sie allein liefert uns Anschauungen; durch den Verstandaber werden sie gedacht, und von ihm entspringen Begriffe.Alles Denken aber muß sich, es sei geradezu (äiroote) oder imUmschweife (inäireetv), vermittelst gewisser Merkmale, zuletzt ausAnschauungen, mithin, bei uns, auf Sinnlichkeit beziehen, weiluns auf andere Weise kein Gegenstand gegeben werden kann,

Die Wirkung eines Gegenstandes auf die Vorstellungsfähigkeit,so fern wir von demselben afsicirt werden, ist Empfindung.Diejenige Anschauung, welche sich auf den Gegenstand durch