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Vorrede
mir in Ansehung des Uebrigen auch kein Mißverstand sachkundig«und unparteiischer Prüfer vorgekommcn war, welche, auch ohne daßich sie mit dem ihnen gebührenden Lobe nennen darf, die Rücksicht,
einerlei mit dem cmpirisch-en Bewußtsein meines Daseins, Vi-ehes nur durch Beziehung auf etwas, was mit meiner Existenz verbundenaußer mir ist, bestimmbar ist. Dieses Bewußtsein meines Daseins in derZeit ist also mit dem Bewußtsein eines Verhältnisses zu etwas außer miridentisch verbunden, und cs ist also Erfahrung und nicht Erdichtung, Eumund nicht Einbildungskraft, welches Las Acuficrc mit meinem innere» Ein»unzertrennlich verknüpft; denn der äußere Sinn ist schon an sich Beziehungder Anschauung auf etwas Wirkliches außer mir, und die Realität desselben,zum Unterschiede von der Einbildung, beruhet nur darauf, daß er mit derinneren Erfahrung selbst, als die Bedingung der Möglichkeit derselben un-zertrennlich verbunden werde, welches hier geschieht. Wen» ich mit dem in-tellektuellen Bewußtsein meines Daseins, in der Vorstellung- Zchbin, welche alle meine Urtheile und Verstandcshandlungen begleitet, zugleicheine Bestimmung meines Daseins durch intellektuelle Anschauungverbinden könnte, so wäre zu derselben das Bewußtsein eines Verhältnisseszu etwas außer mir nicht nothwcndig gehörig. Nun aber jenes intcllectuelleBewußtsein zwar vorangeht, aber die innere Anschauung, in der mein Da-sein allein bestimmt werden kann, sinnlich und an Zcitbedingung gebundenist, diese Bestimmung aber, mithin die innere Erfahrung selbst, »an etwasBeharrlichem, welches in mir nicht ist, folglich nur in etwas außer mir, wa-gcgen ich mich in Relation betrachten muß, abhängt: so ist die Realität desäußeren Sinnes mit der des inneren, zur Möglichkeit einer Erfahrung über-haupt, nothwcndig verbunden: d. i. ich bin mir eben so sicher bewußt, daßes Dinge außer mir gebe, die sich auf meinen Sinn beziehen, als ich mir be-wußt bin, daß ich selbst in der Zeit bestimmt eristire. Welchen gegebenenAnschauungen nun aber wirklich Objecte außer mir correspondiren, und diealso zum äußeren Sinne gehören, welchem sic und nicht der Einbildungs-kraft zuzuschrciben sind, muß nach den Regeln, nach welche» Erfahrung über-haupt (selbst innere) von Einbildung unterschieden wird, in jedem besondere»Falle ausgemacht werden, wobei der Satz: daß es wirklich äußere Erfah-rung gebe, immer zum Grunde liegt. Man kann hiezu noch die Anmerkungfügen: die Vorstellung von etwas Beharrlichem im Dasein ist nicht ei-nerlei mit der beharrlichcn Vorstellung; denn diese kann sehr wandelbarund wechselnd sein, wie alle unsere und selbst die Vorstellungen der Materie,und bezieht sich doch auf etwas Beharrliches, welches also ein von allen mei-nen Vorstellungen unterschiedenes und äußeres Ding sein muß, dessen Exi-stenz in der Bestimmung meines eigenen Daseins nothwcndig miteinge-schlossen wird und mit derselben nur eine einzige Erfahrung ausmacht, dienicht einmal innerlich Statt finden würde, wenn sie nicht (zum Theil) zu-gleich äußerlich wäre. Das Wie? läßt sich hier eben so wenig weiter erklären,als wie wir überhaupt das Stehende in der Zeit denken, dessen Zugleichseinniit dem Wechselnden den Begriff der Veränderung hervorbringt.