zur zweiten Ausgabe.
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als die veränderte Methode der Denkungsart annehmen, daß wirnämlich von den Dingen nur das n priori erkennen, was wirselbst in sie legen *).
Dieser Versuch gelingt nach Wunsch, und verspricht der Me-taphysik nach ihrem ersten Lheile, da sie sich nämlich mit Begriffen-priori beschäftigt, davon die correspondircnden Gegenstände in-er Erfahrung jenen angemessen gegeben werden können, densicheren Gang einer Wissenschaft. Denn man kann nach dieserVeränderung der Denkart die Möglichkeit einer Erkcnntniß -r prioriganz wohl erklären, und, was noch mehr ist, die Gesetze, welche-priori der Natur, als dem Inbegriffe der Gegenstände der Er-fahrung, zum Grunde liegen, mit ihren genugthuenden Beweisen»ersehen, welches beides nach der bisherigen Vcrfahrungsart un-möglich war. Aber cs ergibt sich aus dieser Deduction unseresVermögens, n priori zu erkennen, im ersten Lheile der Metaphysikein befremdliches und dem ganzen Zwecke derselben, der den zweitenTheil beschäftigt, dem Anscheine nach sehr nachtheiliges Resultat,nämlich daß wir mit ihm nie über die Grenze möglicher Erfahrunghinauskommen können, welches doch gerade die wesentlichste An-gelegenheit dieser Wissenschaft ist. Aber hierin liegt eben das
') Diese dem Naturforscher nachgcahmte Methode besteht also darin:die Elemente der reine» Vernunft in dem zu suchen, was sich durch einErpcriment bestätigen oder widerlegen läßt. Nun laßt sich zurPulsung der Sätze der reinen Vernunft, vornehmlich wen» sic über alleGrenze möglicher Erfahrung hinaus gewagt werden, kein Experiment mitihrzp Objecten machen (wie in der Naturwissenschaft): also wird es nurmit Begriffen und Grundsätzen, die wir o priori annehmen, thunlichßin, indem man sic nämlich so einrichtct, daß dieselben Gegenstände cincr-siitS als Gegenstände der Sinne und des Verstandes für die Erfahrung,andererseits aber doch als Gegenstände, die man blos denkt, allenfallsln die isolirte und über Erfahrungsgrenze hinansstrebende Vernunft, mithinzwei verschiedenen Seiten betrachtet werden können. Findet cs sich nun,dH, wenn man die Dinge aus jenem doppelten Gesichtspuncte betrachtet,Einstimmung mit dem Princip der reinen Vernunft Statt finde, bei einerleiWchtspuncte aber ein unvermeidlicher Widerstreit der Vernunft mit sich!W entspringe, so entscheidet das Experiment für die Richtigkeit jenerUnterscheidung.
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