zur zweiten Ausgabe.
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noch so weit davon entfernt, daß sie vielmehr ein Kampfplatz ist, derganz eigentlich dazu bestimmt zu sein scheint, seine Kräfte imSpielgefechte zu üben, auf dem noch niemals irgend ein Fechtersich auch den kleinsten Platz hat erkämpfen und auf seinen Siegeinen dauerhaften Besitz gründen können. Es ist also kein Zweifel,-aß ihr Verfahren bisher ein bloses Herumtappen, und, was dasSchlimmste ist, unter blosen Begriffen, gewesen sei.
Woran liegt es nun, daß hier noch kein sicherer Weg derWissenschaft hat gefunden werden können? Ist er etwa unmöglich?Woher hat denn die Natur unsere Vernunft mit der rastlosenBestrebung hcimgesucht, ihm als einer ihrer wichtigsten Angelegen-heilen nachzuspüren? Noch mehr, wie wenig haben wir Ursache,Berlrauen in unsere Vernunft zu setzen, wenn sie uns in einemder wichtigsten Stücke unserer Wißbcgierde nicht blos verläßt,sondern durch Vorspiegelungen hinhält und am Ende betrügt!Lder ist er bisher nur verfehlt; welche Anzeige können wir benutzen,uni bei erneuertem Nachsuchen zu hoffen, daß wir glücklicher seinwerden, als Andere vor uns gewesen sind?
Ich sollte meinen, die Beispiele der Mathematik und Natur-wissenschaft, die durch eine auf einmal zu Stande gebrachte Re-volution das geworden sind, was sie jetzt sind, wären merkwürdiggenug, um dem wesentlichen Stücke der Umänderung der Denkart,die ihnen so vortheilhaft geworden ist, nachzusinncn, und ihnen,soviel ihre Analogie, als Vernunfterkenntnisse, mit der Metaphysik«erstattet, hierin wenigstens zum Versuche nachzuahmen. Bishernahm man an, alle unsere Erkenntniß müsse sich nach den Gegen-ständen richten; aber alle Versuche über sie a priori etwas durchBegriffe auszumachen, wodurch unsere Erkenntnisse erweitert würden,gingen unter dieser Voraussetzung zu Nichte. Man versuche esdaher einmal, ob wir nicht in den Aufgaben der Metaphysik damitbester fortkommen, daß wir annchmcn, die Gegenstände müssensteh nach unserem Erkenntniß richten, welches so schon besser mitder verlangten Möglichkeit einer Erkenntniß derselben » priorizusammenstimmt, die über Gegenstände, ehe sie uns gegeben werden,Kant s. W. II. 2