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1 (1838) Immanuel Kant's Schriften zur Philosophie im Allgemeinen und zur Logik
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301
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Streit ber pf;tfofopf)frdjcn fänmltcit mit bet mcbicinifdjcn. 301

et bod; immer noch eine Jleirte griß, unb l;at immer trgenb einensg onM nb jur 33ertagung (procrastinatio) feinc§ peremtorifchenSecrefS. £er in »Über (Sntrüßung gefaxte (Sntfdßluß bcö ©elbß»tnorberb, feinem ßeben ein (Snbe ju machen, madjt^°n feineAufnahme; benn er bie SSirfung eines bi§ jum 2Bal)nftnn cral»tirteit IffecB. Unter ben jwei 23crl;eifiungcn für bie ^Befolgungber Äinbe§pßid)t, (auf baß bir e§ »oI)Iget;e, unb bu länge lebeßauf (Erben",) enthält bie letztere bie ßärfere Sriebfeber, felbft imUrteile ber Vernunft, näntlid; aB $>ßid)t, beren ^Beobachtung ju=gleid; üerbicnßlich iff.

JDie $Pßid;t, ba§ 2llter ju ehren, grünbet ßcß näwlid) eigent»lid) nicht auf bie billige Schonung, bie man ben jüngeren gegen bie(Schwachheit ber 2llten xumutbet; benn bie iff fein ©runb ju einerihnen fchulbigen Achtung. £)a§ Sitter will alfo noch f«r etwas»äSerbienftlid;c§ angffehen werben; weil il)nt eine Verehrungjugeßanben wirb. Sttfo nicht etwa, weil SZeßorjahre jugleid) burd;»iele unb lange (Erfahrung erworbene SBei6heit, x u ßeitung berjüngeren 2Bett, bei ftch führen, fonbern blos» weil, wenn nur feine(Sdjanbe baffelbe befleckt hat, ber SDtann, welcher ftd; fo lange er»halten hat» b. i. ber ©terblidßeit, aB bem bcmütl;igenbften 2(U'3=fprudh, bcr über ein bernünftigeS 2Befen nur gefällt werben fann,(bu bijf (Erbe unb folljf jur (Erbe werben",) fo lange hat aiBwei*chen unb gleichfam ber Unßcrblidjfeit hat abgewinnen fbnncn, weil,fagc ich, ein folcher 9)fann ftch f° lange lebenb erhalten unb juntöeifpiel aufgejfellt hat.

9Rit ber ©efunbßcit, aB bem jweiten natürlichen SBunfdpe, iffe§ bagegen nur mißlich bewanbt. 9)Zan fann ftch gefunb füllen,(au§ bem behaglichen ©efülß feines Sebent» urteilen,) nie aber wif=fen, baß man gefunb fei. Sebe Urfache beS natürlichen £obe§Äranfheit; man mag fte fühlen ober nicht. (SS gibt föiele, oonbenen, ohne fte eben oerfpotten ju wollen, man fagt, baß fte fürimmer fr an fein, nie fr auf werben fottnen; beren £)iät ein im»mer wechfelnbeS Slbfchweifen, unb wieber (Einbeugung ihrer fieben§=meife, unb bie e§ ttn ßeben, wenngleich nicht ben Äraftäußerun»